Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros
1900
19. Juli: Arno Breker wird als Sohn des Steinmetzen Arnold Breker in Elberfeld (heute
Wuppertal) geboren.
1906-16
Breker besucht die Volksschule und danach die Oberrealschule in Elberfeld.
1916-1920
Breker absolviert eine Steinbildhauerlehre und besucht die Kunstgewerbeschule in Elberfeld.
1920-1925
Breker studiert an der Kunstakademie
Düsseldorf
Architektur (bei Wilhelm Kreis) und Plastik (bei Hubert Netzer).
1924
Breker reist nach Paris, wo er Jean Cocteau, Daniel Kahnweiler und Alfred Flechtheim kennen lernt.
1925
Breker schafft für die Ausstellung "Gesolei" die Skulptur "Aurora".
1926
Breker schafft Portrait-Büsten von Otto Dix und
Friedrich Ebert.
1927
Breker zieht nach Paris, wo er sich u.a. mit
Robert Delaunay,
Aristide Maillol, Maurice Vlaminck, Isamu Noguchi und Man Ray anfreundet.
Von Paris aus bereist Breker die französischen Kolonien Nordafrikas, wo die Radierungen und Litografien "Tunesische Reise" entstehen.
Breker entwickelt ein Gußverfahren der "reinen Form" ohne Oberflächen-Unebenheiten, das nach 1945 als "Nazistil" verunglimpft wird.
1929
Breker beteiligt sich an der Ausstellung "Salon d'automne" in Paris.
1930
Flechtheim veranstaltet in Düsseldorf eine Ausstellung unter dem Motto "Von Carpeaux bis Breker".
1932
Breker beteiligt sich am Heinrich-Heine-Denkmal-Wettbewerb der Stadt Düsseldorf.
(Er gewinnt den zweiten Preis hinter Georg Kolbe.)
1933
Breker erhält den Rom-Preis des preußischen Kulturministeriums und verbringt ein Jahr in der Villa Massimo.
1934
Breker zieht nach
Berlin.
Er fertigt eine Büste von Max Liebermann (von dem der - heute als "fascistoïd" geltende - Satz stammt: "Kunst kommt von Können").
1935
Breker beteiligt sich an der Ausstellung der "Berliner Secession".
1936
Breker gewinnt bei der Olympischen Kunstausstellung in Berlin im Plastik-Wettbewerb die Silbermedaille des
Internationalen Olympischen Komitees für die Statuen "Zehnkämpfer" und "Die Siegerin".
1937
Breker fertigt zur
Weltausstellung
in Paris Skulpturen für den Deutschen Pavillon und ist Mitglied der internationalen Jury.
Breker heiratet die Griechin Demetra Messala.
Breker wird Professor einer Bildhauerklasse an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin (bis 1945). Er schafft Großplastiken wie den "Prometheus" (München), den "Ikarus" (Dresden) und den "Löwen" (Hannover).
seit 1938
Breker erhält in Zusammenarbeit mit
Albert Speer
zahlreiche Staatsaufträge, u.a. zum geplanten Ausbau Berlins.
Breker schafft Skulpturen und Reliefs für die Neue Reichskanzlei und andere öffentliche Gebäude, z.B. die allegorische
Darstellung "Kameraden".
1939
Breker reist nach Italien und lehnt eine Einladung
Stalins,
in der Sowjetunion - die inzwischen mit dem Deutschen Reich verbündet ist - zu arbeiten, ab.
Für den Bayreuther Rosengarten schafft er eine Büste
Richard Wagners.
1940
Breker erhält den "Großen Preis von Italien" und wird Mitglied der Preußischen Akademie der Künste.
1941
In Wriezen/Oder wird die "Arno Breker Steinbildhauerwerkstätten GmbH" gegründet.
1942
Breker stellt seine Werke in der Pariser Orangerie aus. Die Ausstellung, zu der über 80.000 Besucher (u.a. Cocteau, Despiau und Maillol) kommen, gilt als die bis dahin erfolgreichste ihrer Art.
1944
Breker schafft die Plastik "Du und ich".
1945
Am Ende des Zweiten Weltkriegs flieht Breker nach Wemding. Was von seinen bis dahin geschaffenen Werken noch nicht dem Bombenkrieg der Alliierten zum Opfer gefallen ist, wird im Zuge der Bestrebungen, die "nazi-deutsche" Kultur nachhaltig auszulöschen, systematisch zerstört.
1948
Breker wird bei den Entnazifizierungs-Verfahren" als "Mitläufer" eingestuft.
1950
Breker kehrt nach Düsseldorf zurück, wo er als Architekt arbeitet.
1954/55
Breker schafft eine Büste von
Haile Selassie, dem Negus von Äthiopien.
1958
Breker heiratet Charlotte Kluge.
1960
Wegen der anhalten Diskriminierung als "Nazi-Künstler" in der BRD geht Breker zurück nach Paris, wo er wieder als
Bildhauer und Grafiker arbeitet.
seit 1973
Breker schafft Skulpturen von bekannten Künstlern (u.a.
Salvador Dalí und Ernst Fuchs), Politikern (u.a.
Konrad Adenauer und
Ludwig Erhard
und Sportlern, u.a. einen "Olympia-Zyklus". Mit lebensgroßen, ideal-athletischen Standfiguren nach Modellen deutscher Sportler (u.a. Ulrike Meyfarth und Kurt Bendlin) knüpft Breker wieder an das inzwischen als "Nazi-Unkunst" diffamierte Element der vollendeten Form an.
1980-1985
Die Familie des Kunsthändlers Bodenstein richtet in Schloß Nörvenich ein "Museum Arno Breker - Sammlung Europäische Kunst" ein.
1981
Breker beteiligt sich an der Ausstellung "Paris 1937-47", muß seinen Beitrag jedoch wegen einer massiver Hetzkampagne so genannter "Antifaschisten" zurück ziehen.
1983
In den USA wird die "Arno Breker Society International" gegründet.
1991
13. Februar: Arno Breker stirbt in Düsseldorf.
* * * * *
2006
August: Im Schleswig-Holstein-Haus von Schwerin wagt zum ersten Mal nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein Galerist, eine Einzelausstellung mit Werken Brekers zu veranstalten. Antifa-Chaoten, die sich selber als "G8-Gegner" bezeichnen, überfallen die Ausstellung, vertreiben die Besucher mit Gewalt und vandalisieren die Exponate mit der Begründung, daß Breker "der Lieblingsbildhauer Hitlers" gewesen sei; die Polizei greift nicht ein.