ERNESTO CARDENAL


Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1925
20. Januar: Ernesto Cardenal wird als Millionärssohn in Granada (Nicaragua) geboren.

1935-42
Cardenal besucht das Jesuiten-Kollegium in Granada.

1942-46
Cardenal studiert Literaturwissenschaften in Managua und Mexico City.

1947-49
Cardenal studiert Literaturwissenschaften an der Columbia University in New York.

1949-50
Cardenal bereist Europa.

1954
April: Cardenal beteiligt sich an einem Putschversuch gegen den nicaraguanischen Präsidenten Somoza. Nach dessen Scheitern flieht er in die USA und versteckt sich in einem Trappisten-Kloster in Kentucky.

1959
Cardenal geht nach Mexiko. In Cuernavaca studiert er Theologie.

1965
Cardenal wird zum Priester geweiht.

1966
Cardenal kehrt nach Nicaragua zurück. Auf der Insel Solentiane gründet er eine Art Kloster, das ihm zu Tarnungszwecken für seine politischen Aktionen dient. Er unterstützt die "Sandinistische Befreiungsfront [F.S.L.N.]", eine 1961 gegründete Terror-Organisation, die sich das kommunistische Castro-Regime in Kuba zum Vorbild nimmt. Er geriert sich bewußt als "Mischung Symbiose aus Jesus Christus und Che Guevara", mit Vollbart, Baskenmütze und "Jesus-Latschen".

1970er Jahre
Cardenal ist einer der Hauptvertreter der "Befreiungs-Theologie", einer Erfindung des brasilianischen Franziskaners Leonardo Boff, welche sich zum Ziel gesetzt hat, die Menschheit vom Kapitalismus zu befreien und diesen durch den Kommunismus zu ersetzen. (In der BRD wird diese Lehre u.a. vom "Bund der religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschlands [BRSD]" vertreten.)

1972
Dezember: Nach einem verheerenden Erdbeben, das u.a. die Hauptstadt Managua zerstört, gelingt es den Sandinisten, die Schuld an dieser Naturkatastrofe der Regierung in die Schuhe zu schieben und einen Teil der "Wiederaufbauhilfe" ausländischer Spender in die eigenen Taschen fließen zu lassen, so daß sie kräftig aufrüsten können.


1977
Die in Solentiane ausgebildeten Guerrilleros beteiligen sich offen an Aufständen gegen die Regierung Somoza.

1979
Juli: Nach dem gewaltsamen Sturz Somozas und der Machtergreifung der Sandinisten wird Cardenal "Kulturminister" von Nicuaragua (bis 1987). Er behauptet dreist, die Analfabetenrate im Lande binnen kurzer Zeit von 65% auf 12% gesenkt zu haben. Tatsächlich ist dies ein bloßes Märchen. Unter seiner Ägide kommt das kulturelle Leben in Nicaragua fast vollständig zum Erliegen. Der "Schulunterricht" besteht vornehmlich in kommunistischer Indoktrination; die intellektuelle Elite geht in die Emigration oder in den Untergrund ("Contras"). Auch wirtschaftlich geht es mit Nicaragua bergab.

1980
Cardenal wird - wie vielen anderen Banditen und Kriegstreibern vor und nach ihm - der "Friedenspreis des Deutschen Buchhandels" verliehen. Er läßt sich als "größter Poet Nicaraguas seit Rubén Darío" feiern. Im nicht Spanisch sprechenden Ausland - vor allem in der BRD - fällt man darauf herein.

1981
In den USA wird Ronald Reagan Präsident. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem Kommunistenfreund und Erdnußfarmer Jimmy Carter - der die Machtergreifung der Sandinisten durch seine stillschweigende Duldung ermöglicht hatte -, unterstützt er heimlich den Freiheitskampf der "Contras".


1983
Papst Johannes Paul II besucht Nicaragua und versucht vergeblich, auf Cardenal und die anderen "Befreiungs-Theologen" einzuwirken, die bei ihrer pro-kommunistischen Haltung bleiben. Cardenal äußert, der Papst sei als Pole gegenüber dem Marxismus voreingenommen und könne die Verhältnisse in Lateinamerika nicht beurteilen.


1985
Daniel Ortega - bisher ein Mitglied der sandinistischen Regierungs-Junta - wird alleiniger Präsident. Er ersetzt Cardenal als Kulturminister durch seine eigene Frau.
Cardenal wird vom Vatikan suspendiert; er gründet daraufhin seine eigene "Volkskirche".


1986
Der Kölner Professor Martin Kriele bereist Nicaragua und veröffentlicht anschließend "Nicaragua - Das blutende Herz Amerikas". Darin schildert er eindringlich die Menschenrechts-Verletzungen des sandinistischen Terrorregimes, das Nicaragua "von der Armut ins Elend" gestürzt habe und kritisiert insbesondere Cardenals "Gegenkirche". Das Buch führt zu einem Sturm der Entrüstung bei allen ethno-linken "Gutmenschen" und wird nie wieder aufgelegt.

1988
Cardenal gründet - zusammen mit dem kommunistischen Schauspieler und Reagan-Hasser Dietmar v. Schönleiten ("Dietmar Schönherr") - die zwielichtige Gesellschaft "Casa de los tres mundos", die leichtgläubigen Spendern aus aller Welt Geld aus der Nase ziehen soll.


1990
Bei den ersten freien Wahlen wird die F.S.L.N. abgewählt.

1994
Cardenal verläßt die F.S.L.N.

1998-2004
Cardenal veröffentlicht seine Memoiren in drei Bänden. Er schildert darin u.a. Begegnungen mit seinen guten Freunden Gaddafi, Khomeini, Brandt und Castro. (Deutsche Übersetzungen dieser seiner Werke erscheinen - wie schon seit 30 Jahren - im Peter-Hammer-Verlag.)


2004
Juli: Cardenal wird die Pablo-Neruda-Medaille verliehen.
September-Oktober: Cardenal reist auf Kosten des deutschen SteuerzahlersEinladung des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg in die BRDDR - das einzige Land neben Kuba, wo er noch Bewunderer hat - und darf sich dort im "Goldenen Buch" verewigen. Rote Parteibonzen Verdiente Hamburger Politiker belobhudeln würdigen ihn als "weltberühmten Dichter, Priester und Kämpfer für soziale Gerechtigkeit".


2005
Cardenals Anhänger in der BRDDR feiern seinen 80. Geburtstag als großes Ereignis. Lediglich die "Katholischen Nachrichten" wagen eine kritische Würdigung des großen Charlatans.

2006
Mai: Cardenal reist nach Costa Rica, dessen Universität ihm einen Ehrendoktorgrad verleiht, und warnt in seiner Hetzrede Dankesrede vor Handelsbeziehungen mit den USA, deren Präsidenten George W. Bush er als "neuen Hitler" bezeichnet.
Cardenal geht nach Venezuela, wo inzwischen der rote Bandit Hitler-Bewunderer gute Demokrat Chávez die Macht ergriffen hat. Cardenal wird Frühstücksdirektor des verstaatlichten Fernsehsenders "Telesur".


November: Nach einer ihm günstigen Wahlrechtsänderung (es reicht nun - weltweit einmalig - eine relative Mehrheit von 35% im 1. Wahlgang) gewinnt Ortega die Präsidentschaftswahlen und ergreift erneut die Macht in Nicaragua.

2008
Cardenal tourt mit "Grupo Sal" durch Mitteleuropa und gibt "Konzert-Vorlesungen" (in der BRDDR u.a. in Düsseldorf, Münster, Saarbrücken und Regensburg, in der RÖ in Salzburg und Judenburg). Zwischendurch fliegt er nach Paraguay, um als Vertreter Nicaraguas an der Amtseinführung des national-sozialistischenlinks-nationalistischen alten Befreiungs-Theologen und neuen Präsidenten Fernando Lugo teilzunehmen. (Ortega war in Lugos Augen nicht [mehr] links genug :-)


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