EDUARD DIETL
(1890 - 1944)

TABELLARISCHER LEBENSLAUF
zusammen gestellt und bebildert
von Nikolas Dikigoros

1890
21. Juli: Eduard Dietl wird in Bad Aibling als Sohn des Finanzrats und Rentamtmanns Eduard Dietl und dessen Ehefrau Lina (geb. Holzhausen) geboren.

1900-1909
Dietl besucht das Gymnasium in Rosenheim bis zum Abitur.

1909
Oktober: Dietl tritt als Fahnenjunker in das bayerische 5. Infanterie-Regiment "Großherzog Ernst-Ludwig" ein und besucht die Kriegsschule in München.

1911
Oktober: Dietl wird zum Leutnant befördert.

1914-1918
Im Ersten Weltkrieg ist Dietl zunächst Zugführer einer Maschinengewehr-Kompanie, dann als Oberleutnant und Hauptmann Kompanieführer. Er wird viermal verwundet.

1919
Dietl tritt während der Revolution der "Novemberverbrecher" dem reichstreuen Freikorps von Franz Ritter von Epp bei, welches die kommunistische Münchner Räterepublik nieder schlägt.
Dietl wird durch Vermittlung von Ernst Röhm fast zeitgleich mit Adolf Hitler Mitglied in der Deutschen Arbeiterpartei (DAP), aus der ein Jahr später die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) hervor gehen wird.

1920
Dietl wird als Hauptmann in die durch das Versailler "Friedens"-Diktat auf 100.000 Mann reduzierte Reichswehr der Weimarer Republik übernommen und Kompagniechef im III. Bataillon (Gebirgsjäger) des 19. (bayrischen) Infanterie-Regiments in Kempten/Allgäu.

1921
Dietl muß wegen des Verbots politischer Betätigung für Reichswehrangehörige aus der NSDAP austreten.
Er bleibt der Partei und Röhm jedoch eng verbunden und ist mit letzterem maßgeblich am Aufbau der Münchner Sturmabteilung (SA) beteiligt.

1923
November: Dietl sympathisiert mit Hitlers Marsch auf die Feldherrnhalle, beteiligt sich aber nicht.

1926
Dietl heiratet Gerda-Luise Hannicke. (Aus der Ehe gehen vier Kinder hervor.)

1928
Oktober: Dietl übernimmt das III. Bataillon des 19. IR.

1930
Februar: Dietl wird zum Major befördert.

1933
1. Januar: Dietl wird zum Oberstleutnant befördert.
30. Januar: Hitler wird als Führer der Mehrheitsfraktion des Reichstags von Reichspräsident Hindenburg zum Reichskanzler einer Koalitionsregierung aus NSDAP, DVP und DNVP ernannt. Deutschland hat damit nach drei Jahren "notverordneter" Militärdiktatur (unter Brüning, v. Papen und Schleicher) wieder eine parlamentarische Regierung.

1934
Juni/Juli: Auf Drängen führender Reichswehroffiziere - die ihre Truppen als "alleinige Waffenträger im Reich" sehen wollen - läßt Hitler in der "Nacht der langen Messer" Ernst Röhm und andere SA-Führer (und -Sympathisanten) liquidieren.

1935
Januar: Dietl wird zum Oberst befördert und zum Kommandeur des neu aufgestellten Gebirgsjägerregiments 99 in Füssen ernannt. Die Wiederherstellung der deutschen Wehrhoheit bedeutet für die meisten ehemaligen Reichswehrangehörigen einen Karriereschub in der neuen Wehrmacht. Dietl versteht sich als politischer Soldat, d.h. er fühlt sich als Bayer und Bürgerlicher weniger der preußischen oder adeligen Offiziers-Tradition verbunden als vielmehr der nationalen und sozialistischen Ideologie des Bayern und Bürgerlichen Hitler.

1938
April: Nach dem "Anschluß" der "Ostmark" (Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich gemäß Volksentscheid von 1919, durch die alliierten Besatzer verboten, 1938 wiederholt - beide Male mit fast 100% "Ja"-Stimmen) wird Dietl zum Generalmajor befördert und zum Kommandeur der 3. Gebirgs[jäger]-Division in Graz ernannt.

1939
September: Nach Abschluß eines Nichtangriffs-Pakts zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjet-Union (früher "Ribbentrop-Molotow-Pakt", heute meist "Hitler-Stalin-Pakt" genannt) marschieren deutsche und sowjetische Truppen in Polen ein, das nach dem Ersten Weltkrieg alle seine Nachbarn überfallen und ihnen unter Verstoß gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker, Mißachtung der vom Völkerbund durchgeführten Volksabstimmungen im Westen und der "Curzon-Linie" im Osten weite Gebiete geraubt hatte (der Sowjet-Union Weißrußland und die Westukraine, der Weimarer Republik Westpreußen, Posen und Oberschlesien, der Republik Litauen Wilna) und seine Minderheiten (Litauer, Weißrussen, Ukrainer, Deutsche, Juden) mit großer Brutalität unterdrückt. Großbritannien und Frankreich nehmen dies zum Vorwand, um dem Deutschen Reich - nicht aber der SU - den Krieg zu erklären, der sich bald zum Zweiten Weltkrieg ausweitet. Dietl nimmt mit der 3. Gebirgs[jäger]-Division am Polen-Feldzug in den Karpathen teil.

1940
9. April: Die Wehrmacht kommt der britischen Invasion Skandinaviens mit dem Unternehmen "Weserübung" um wenige Stunden zuvor.


Dietl erreicht mit 4.500 Jägern der 3. Gebirgs-Division den Erzhafen Narvik, das vom norwegischen Standort-Kommandanten kampflos übergeben wird. Kein einziges Gebäude wird beschädigt, kein einziger Mensch wird getötet, verletzt oder auch nur gefangen genommen - Dietl schickt die norwegischen Soldaten einfach nach Hause (wie dies später auch in Holland, Belgien und Griechenland geschieht).


10. April: Die britischen Invasionstruppen - 24.000 Mann - landen in Narvik und machen die Stadt dem Erdboden gleich. Die norwegische Zivilbevölkerung flieht ins Gebirge, wohin sich auch Dietl mit seinen Truppen zurück zieht.
Mai: Hitler befiehlt Dietl, den scheinbar aussichtslosen Kampf aufzugeben, sich mit seinen Truppen ins neutrale Schweden zurück zu ziehen und dort internieren zu lassen. Dietl hält jedoch seine Stellung, bis die Engländer angesichts des Frankreich-Feldzugs selber abziehen. (Einige Historiker meinen, daß Hitler erst durch dieses Erlebnis zu seiner starren Strategie des "Haltens-um-jeden-Preis" gelangt sei, die sich später so verhängnisvoll auswirken sollte.)


Die deutsche Propaganda feiert den Einsatz der Gebirgsjäger in Narvik als Beweis deutschen Kampfwillens und erklärt Dietl zum "Helden von Narvik".
Dietl wird zum Generalleutnant befördert und mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
Juli: Dietl wird zum General der Gebirgstruppen befördert und als erster Soldat der Wehrmacht mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
In der Öffentlichkeit wird Dietl zu einem der populärsten Generäle des Zweiten Weltkriegs (neben Rommel).


1941
Juni: Mit Beginn des Angriffs der Achsenmächte (außer Japan) auf die Sowjetunion überquert Dietl mit zwei Gebirgsjäger-Divisionen die finnisch-sowjetische Grenze am Nördlichen Eismeer. Jedoch werden die von Dietl geplante Einnahme von Murmansk und der Halbinsel Kola sowie der Vorstoß zum Weißen Meer vom finnischen Oberbefehlshaber Mannerheim - der insgeheim mit Stalin unter einer Decke steckt - sabotiert und mißlingen.


August: Die ersten anglo-amerikanischen Konvois mit Kriegsmaterial für Stalin erreichen Murmansk. Die Nicht-Unterbrechung der Murmanbahn als Haupt-Nachschublinie zwischen den West-Alliierten und der Sowjet-Union ist mitentscheidend für den Ausgang des Krieges.

1942
Januar: Dietl erhält das Oberkommando über die 20. Gebirgsarmee ("Lapplandarmee") in Finnland.
Juni: Dietl wird zum Generaloberst befördert.


1943
30. Januar: Dietl wird zum zehnten Jahrestag der Machtübernahme - wie tausenden anderen auch - das Goldene Parteiabzeichen der NSDAP verliehen (was ihm seine Feinde bis heute nicht vergessen haben).
9. November: Aus Anlaß des zwanzigsten Jahrestags des Marsches auf die Feldherrnhalle hält Dietl dortselbst eine viel beachtete Rede, in der er angesichts der alliierten Forderung nach bedingungsloser Kapitulation und des inzwischen bekannt gewordenen Morgenthau-Plans zur Ausrottung der Deutschen die letzteren zum Durchhalten aufruft.

1944
23. Juni: Eduard Dietl stirbt bei einem Flugzeugabsturz in der Steiermark.
Juli: Dietl werden posthum die Schwerter zum Eichenlaub verliehen.

* * * * *

ab 1957
Beim Aufbau der "Bundeswehr" im Rahmen der NATO werden die Generäle Rommel und Dietl bewußt als Vorbilder ausgewählt, da sie infolge ihres frühen Todes nach Kriegsende weder von den Alliierten als "Kriegsverbrecher" angeklagt noch einem "Entnazifizierungs-Verfahren" unterworfen werden konnten, somit als "unbelastet" gelten. (Rommel wird später sogar zum "anti-faschistischen Widerstandskämpfer" hoch stilisiert.)
Auf dem Hohen Brendten bei Mittenwald wird ein "Ehrenmal der Gebirgsjäger" errichtet, an dem sich alljährlich im Mai Veteranen und aktive Gebirgsjäger treffen.


ab 1982
Anläßlich der Benennung einer Straße nach Dietl in Bad Aibling beginnen linke Politiker und solche, die es werden wollen, mit Hilfe willfähriger Medien eine jahrelange Diffamierungs-Kampagne, in der Dietl eine führende Rolle im NS-Regime nachgesagt wird, obwohl er nie irgendein Parteiamt bekleidete. Außerdem wird ihm angedichtet, "beim Rückzug der deutschen Truppen aus Schweden und Norwegen konsequent die Politik der verbrannten Erde* angewandt" zu haben (Lexikon der Wehrmacht). [Tatsächlich hat es deutsche Truppen in Schweden nie gegeben, die deutschen Truppen in Norwegen hielten sich bis zur Kapitulation, und beim deutschen Rückzug aus Finnland war Dietl bereits tot.]
Da auch Bundeswehr-Kasernen nach Dietl benannt sind, wird die Kampagne bald auf die gesamte "Traditionspflege" der Bundeswehr ausgeweitet. Einer der übelsten Hetzer ist der Wehrdienstverweigerer und selbst ernannte "Friedenspädagoge" Jakob Knab, dessen Ergüsse auch Eingang in die offiziellen Schulbücher der BRD finden.

1990
Dietls 100. Geburtstag darf in der Bundeswehr nicht offiziell gefeiert werden.

1994
Dietls 50. Todestag darf in der Bundeswehr nicht erwähnt werden.

1995
November: Bundesverteidigungsminister Volker Rühe (CDU) - ein ungedienter Oberstudienrat a.D., der wohl auch seinen Knab gelesen hat - befiehlt die Umbenennung der Füssener "Dietl-Kaserne" in "Allgäu-Kaserne", um die Erinnerung an Dietl auch in der Bundeswehr auszulöschen und durch ein politisch-korrektes Weltbild zu ersetzen.

[Bundesverteidigungsminister Volker Rühe mit politisch-korrektem Vorbild - natürlich am Nasenring - im Allgäu]

2002
Die kriminelle Vereinigung"Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes" und der "Arbeitskreis angreifbare Traditionspflege" beginnen, die Gedenkfeiern der Gebirgsjäger am Hohen Brendten mit gewaltsamen "Demonstrationen" zu stören. Die Gemeinde Mittenwald unternimmt - auch in den folgenden Jahren - praktisch nichts, um sie zu schützen, wiewohl die Täter namentlich bekannt sind.**

2009
Die Banditen der "VVN" und des "AKAT" laden - nachdem sie das Ehrenmal der Gebirgsjäger auf dem Hohen Brendten ungestraft geschändet haben - einen Haufen Schrott auf dem Parkplatz vor dem Bahnhof Mittenwald ab, den sie als "Geschenk" und "Stein des Anstoßes" bezeichnen.


*Im Januar 2008 sprechen Politiker, die ähnlich kompetent sind wie die Verfasser des "Lexikons der Wehrmacht", von einer "Politik der verbrannten Erde", welche die Finnen in Deutschland angewandt hätten, nachdem die Firma Nokia, die sie einige Jahre zuvor mit Millionen-Subventionen von Finnland nach Nordrhein-Westfalen gelockt hatten, sich mit neuen Millionen-Subventionen von NRW nach Rumänien, den alten Verbündeten der Achsen-Mächte neuen Mitgliedsstaat der EU, hat locken lassen.

**Bei den Initiatoren handelt es sich überwiegend um Deserteure oder Juden, die sich kackfrech als "Opfer des Holocaust" ausgeben, obwohl sie allesamt noch quicklebendig sind. Die Gebirgsjäger werden von ihnen ungestraft als "Mitschuldige am Holocaust" verunglimpft.


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