







*Dieses offizielle Geburtsjahr ist zwar nie offen angezweifelt worden; Ħusäin wirkte jedoch immer erheblich älter; auf seinem Hochzeitsfoto von 1961 - also mit angeblich 26 Jahren - sah er eher wie ein Mitt-Fünfziger aus. Es ist auch nicht glaubhaft, daß jemand binnen 12 Jahren ein College, eine Public School und die Militär-Akademie durchlaufen haben soll; selbst Angehörige des englischen Königshauses, denen eine solche Ausbildung ähnlich leicht gemacht wird, brauchen dafür wesentlich länger. Dikigoros schätzt Husseins wahres Alter auf mindestens 10, wenn nicht 20 Jahre höher.
**Dikigoros übernimmt im folgenden die im Westen übliche Schreibweise "Hussein".
***Die Haschimiten führen ihren Stammbaum auf Haschim, den Urgroßvater des Profeten Muħammäd, zurück und leiten daraus einen Anspruch auf die Herrschaft über alle Araber ab, freilich ohne dauerhaften Erfolg: Ħusäin I wurde 1924 von den Waħħabiten aus Sa'udi-Arabien vertrieben; dessen Sohn Fäisal wurde erst von den Franzosen aus Syrien vertrieben, regierte dann als König des Irāq und wurde 1958 ermordet, womit dort nicht nur die Haschimiten-Herrschaft, sondern die Monarchie überhaupt endete. Nur im an Bodenschätzen und Bevölkerung gleichermaßen armen [Trans-]Jordanien konnten sich die Nachkommen seines anderen Sohnes Abdallah bis heute an der Macht halten.
****In der Wahrnehmung der Palästinenser - und auch der meisten Medien des Westens - werden die Ereignisse jener Jahre oft auf den "Schwarzen September" 1970 reduziert. Tatsächlich hatten die Kämpfe der jordanischen Armee gegen P.L.O. und Fatah bereits im Februar 1970 begonnen. Im September 1970 mußte Hussein auf syrischen und ägyptischen Druck einen Waffenstillstand mit den Palästinensern schließen, der für letztere durchaus vorteilhaft war. Erst im Juli 1971 zerschlug die jordanische Armee die letzten Palästinensereinheiten im Lande.
*****Die israelische Regierung läßt - in völliger Verblendung - die friedlichen jüdischen Siedler aus Judäa, Samaria und Gaza von der eigenen Armee mit Waffengewalt vertreiben, in dem irrigen Glauben, dadurch die Palästinenser besänftigen zu können.
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