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1)Dagegen nehmen einige Hindu-Historiker mit guten Gründen an, daß sich Motilāl einen falschen Stammbaum zulegte, um zu verschleiern, daß seine Eltern Muslime waren. Die selben Historiker behaupten allerdings auch, daß Nehrūs Tochter Indirā einen Mann heiratete, der kein Parse, sondern Muslim war, und auch selber zum Islam konvertierte. Sein Enkel Rajīw sei dann anläßlich seiner Heirat mit der Italienerin Sonia Maino vom Islam zum Katholizismus konvertiert. Zumindest das letztere ist äußerst zweifelhaft; glaubhafter ist, daß umgekehrt Sonia zum Hinduïsmus konvertiert ist.
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2)Allein dieser Punkt macht es unwahrscheinlich, daß Nehrū irgend etwas mit dem Islām am Hut hatte. Ist es schon für einen Hindū äußerst ärgerlich, keinen Sohn zu haben, so wäre dies für einen Muslim in seiner Stellung mit einiger Sicherheit ein Grund gewesen, sich eine Zweitfrau zu nehmen oder sich scheiden zu lassen und erneut zu heiraten. Ob sein Schwiegersohn richtig "Khan" hieß bzw. ob sich sein Name ursprünglich nicht "Gāndhī", sondern "Ghandy" schrieb, ist in diesem Zusammenhang müßig; dto ob der Vater ihres jüngeren Sohnes ein Muslim namens "Mohammad Yunus" war; denn wenn schon ihr Ehemann Muslim gewesen wäre, machte es keinen Unterschied, ob sie ihn mit einem anderen Muslim betrog oder nicht. Der Namenswechsel ihres jüngeren Sohnes trifft zu, trägt aber ebenfalls nichts zur Sache bei.
3)In den staatlichen Geschichts- und Märchenbüchern werden als Grund für die "Royal Indian Navy Mutiny" läppische Erklärungen wie "schlechte Verpflegung" oder "arrogantes Verhalten der britischen Offiziere" genannt; marxistische Historiker[innen] wollen ihnen gar klassenkämpferische Ursachen zuschreiben. Den "Meuterern" wird ihre Tat schlecht gedankt: Trotz Zusicherung von Straffreiheit werden ihre Anführer verhaftet und bei Lebzeiten nie rehabilitiert; zu tief sitzt die Angst der indischen Politiker vor einer Verbrüderung von Hindus und Muslimen zum Kampf gegen ihre Herrscher. Die Führer des Congress haben die nie wieder kehrende Gelegenheit verpaßt, den von ihnen angestrebten Gesamtstaat Indien zu schaffen. Im indischen Volk - das sich mangels flächendeckender Verbreitung von Massenmedien weniger leicht manipulieren läßt als Untertanen westlicher Staaten - werden und bleiben die Aufständischen ebenso Nationalhelden wie Bosh und die Angehörigen seiner N.I.A. Nach der Regierungsübernahme durch die Indische Volkspartei (B.J.P.) werden sie endlich auch offiziell rehabilitiert.
4)Diese neuen Grenzen hätten fast nirgends mit den bestehenden Grenzen der traditionellen indischen Fürstentümer überein gestimmt. Nehrū widersetzte sich diesem Plan nicht nur wegen Kashmīrs, sondern auch wegen des überwiegend muslimischen Haidarābāds, das mitten in Indien lag, und mehrerer Regionen entlag des Ganges. Eine durchgehende Hindu-Mehrheit gab es nur in Südindien, wo Nehrū aber ebenfalls keine autonomen Bundesstaaten zulassen wollte, da er eine Sezession der Drawiden von den Nordindern fürchtete. Erst nach seinem Tod kam es in Indien zur Bildung neuer Bundesstaaten entsprechend den Volks- und Sprachgrenzen.
5)Die Emory-Universität in Atlanta/Georgia hat 2006 eine Untersuchung vorgelegt, nach denen es sogar "15 Millionen" Opfer gewesen sein sollen. Dikigoros mißtraut solchen nachträglichen Berechnungen, die mal eben um ein paar Millionen nach oben oder unten von früheren Zählungen abweichen, will sie aber seinen Lesern nicht vorenthalten. Er persönlich hält es für möglich, daß - ähnlich wie bei den sowjetischen Statistiken über "20 Millionen Tote im Zweiten Weltkrieg" - die Millionen Opfer der voraus gegangenen Hungersnot mitgezählt wurden, um die letztere zu verharmlosen und schließlich ganz aus den amtlichen Geschichtsbüchern zu streichen.
6)Die bekanntesten Beispiele sind - neben Nehrūs Tochter Indirā und ihrer Schwiegertochter Sonia in Bhārat - Sirimavo Bandaranaike und ihre Tochter Chandrika Bandaranaike-Kumaratunga in Shrī Lankā, Mujibur Rahmans Tochter Hasina Wajed in Bangla Desh, Aung Sans Tochter Suu Kyi in Barmā sowie Jinnāhs Schwester Fatima und Zulfikar Alī Bhuttos Tochter Benazir in Pākistān.
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