






*Garaudy hatte das politische Klima in Frankreich verkannt. Zwar ist es inzwischen - auch in anderen Staaten - üblich geworden, zwischen "bösen" Juden (den "Zionisten", die in Israel leben) und "guten" Juden (denen, die außerhalb Israels leben und sich z.T. selber als "Anti-Zionisten" gerieren) zu unterscheiden, und Kritik an der Politik Israels, insbesondere gegenüber den Palästinensern, ist zulässig und sogar erwünscht. Aber den "Holocaust" und die "Wiedergutmachungs"-Zahlungen der BRD als raison d'être des Staates Israel zu bezeichnen und in diesem Zusammenhang von einem "Mythos" zu sprechen, ist immer noch tabu - und strafbar. (Dies in beiderseitiger Verkennung der Tatsache, daß auch "Mythen" auf wahren Begebenheiten beruhen können. So würde Dikigoros die Lebensgeschichte des "Abbé Pierre" - und anderer moderner "Heiliger" - durchaus als "Mythos" bezeichnen.) Auf welch gefährliches Terrain man sich dabei begibt, mußte im Januar 2009 sogar der Papst erfahren, als er, um ein Zeichen der Versöhnung mit der Pius-Bruderschaft zu setzen, der Aufhebung der Exkommunikation von vier suspendierten Anhängern des 1991 verstorbenen französischen Erzbischofs Marcel Lefebvre durch die Bischofskongretation zustimmte. Da einer davon der britische Bischof Richard Williamson war, forderten die gleichgeschalteten Medien auf jüdischen Druck den Rücktritt des Papstes, unter der wahrheitswidrigen Behauptung, dieser habe einen "Holocaust"-Leugner "rehabiliert". Tatsächlich hatte Williamson weder den "Holocaust" geleugnet - sondern lediglich die "symbolische Zahl" von "6 Millionen" und die Tötungsmethoden angezweifelt -, noch war er "rehabilitiert" worden; seine Suspendierung blieb vielmehr aufrecht erhalten; lediglich seine Exkommunikation wurde aufgehoben. Da in solchen Dingen der Wahrheitsbeweis jedoch - zumindest vor Gerichten der BRDDR - in solchen Fällen nicht zulässig ist, leitete die Staatsanwaltschaft Regensburg sogleich ein Ermittlungsverfahren wegen "Holocaustleugnung" ein.
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