"L'abbé Pierre"

Henri Grouès

(1910-1997)

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1912
05. August: Henri Grouès wird als Millionärssohn in Irigny bei Lyon geboren.

1931
Grouès verzichtet auf sein Erbe und tritt in den Kapuzinerorden sein. Er wird "Bruder Philippe".

1932
Grouès tritt ins Kloster Crest ein.

1938
Grouès wird zum Priester geweiht.

1939
April: Grouès wird Vikar in Grenoble.
Dezember: Nachdem Frankreich - auf Druck Englands - Deutschland im September den Krieg erklärt hat, wird Grouès als Unteroffizier eingezogen. Er übersteht den Frankreichfeldzug unbeschadet in der Etappe.

1942
Grouès verhilft zwei Juden mit falschen Papier zur Flucht in die Schweiz. (Da er dies nach dem Krieg entsprechend auszuschlachten versteht, ist er mehrere Jahrzehnte lang bei den jüdischen Medien gut angeschrieben.) Danach geht er als Partisan der "Résistance" in den Untergrund und nimmt dort den Namen "Pierre" an.

1943
"Pierre" flieht über Spanien nach Algerien, wo er sich dem General De Gaulle anschließt.

1945-51
"Pierre" ist Abgeordneter der französischen Nationalversammlung.

1949
"Pierre" gründet die "Emmaüs"-Gesellschaft, die obdachlosen Bettlern hilft.

1954
01. Februar: "Pierre" erläßt einen - u.a. von Radio Luxemburg übertragenen - einen Spendenaufruf zugunsten der frierenden und hungernden "Clochards" von Paris, der ein ungeheures Echo hat ("Aufstand der Güte"). Er wird weltberühmt.


1968
"Pierre" wird als bekennender Anhänger des "Prager Frühlings" aus der Kommunistischen Partei Frankreichs ausgeschlossen.

1970er Jahre
"Pierre" geriert sich als braver Sohn der Kirche. Er reist wiederholt medienwirksam in den Vatikan, wo er von den Päpsten Johannes XXIII und Johannes-Paul II in Privataudienz empfangen wird.

1988
"Pierre" gründet "la fondation de l'abbé Pierre", eine Stiftung zugunsten der Obdachlosen.

1992
"Pierre" wird zum Offizier der Ehrenlegion und zum Ehrenpräsidenten der "Internationalen Liga gegen Rassismus und Anti-Semitismus (L.I.C.R.A.)" ernannt. Er trägt seine Orden demonstrativ bei seinen Besuchen in den Negervierteln von Paris zur Schau.


1997
"Pierre" veröffentlicht die "Memoiren eines Gläubigen". Darin schreibt er, daß er nicht an Gott glaube, sondern an die Liebe.

1998
"Pierre" hält demonstrativ an seiner Freundschaft zu Roger Garaudy fest, einem schon 1982 vom Kommunismus und Anti-Nazismus zum Islamismus und Anti-Zionismus konvertierten "Revisionisten", der soeben wegen "Leugnung des Holocaust" verurteilt worden ist.*


"Pierre" erklärt, daß die Juden in Israel von Opfern zu Tätern geworden seien, und daß sich dies schon im Alten Testament nachlesen lasse, in dem sie sich ihres Völkermords an den Kanaäern rühmen. Er besucht auch demonstrativ den arabischen Top-Terroristen Arafat.


Damit ist "Pierre" bei den jüdischen Medien unten durch. Der Kardinal von Paris - ein Jude aus Polen namens A[a]ron Lustiger, der Wert auf die Feststellung legt, daß er trotz seines pro-forma-Übertritts zum Christentum innerlich stets jüdischen Glaubens geblieben ist - verbietet "Pierre" Auftritte in den französischen Medien. Dieser prangert daraufhin im italienischen Corriere della sera den Einfluß des "internationalen Zionismus" auf die Presse an. Er wird vor das Inquisitions-Tribunal der L.I.C.R.A. in Boulogne zitiert und, da er nicht widerruft, aus jener ehrenwerten Gesellschaft ausgeschlossen. Seine mediale Popularität endet schlagartig - er behauptet jedoch, zahlreiche Dankesbriefe von Gleichgesinnten aus ganz Frankreich erhalten zu haben.

2004
01. Februar: Als "Pierre" anläßlich des 50. Jahrestags seines ersten Spendenaufrufs einen neuerlichen Auftritt mit diesem Ziel veranstaltet, lockt er in Paris gerade noch 6.000 Zuschauer hinter dem Ofen hervor.
Philippe Falcone veröffentlicht die vernichtende Biografie "L'Abbé Pierre, la construction d'une légende".


2005
"Pierre" veröffentlicht "Mein Gottt... warum?" Darin spricht er sich für eine Abschaffung des Zölibats - das er nach eigenem Bekunden gebrochen hat - und die Zulassung von Frauen zur Priesterschaft aus, ferner gegen die Zulassung von Ehen zwischen Gleichgeschlechtlichen.
November: In den Vororten von Paris und anderen französischen Städten kommt es zu bürgerkriegsähnlichen Aufständen junger muslimischer Immigranten. "Pierre" schweigt dazu.


2006
Andere Hilfsorganisationen speisen in Paris und anderen Städten "Clochards" u.a. Bedürftige. Da die verteilten Speisen auch Schweinefleisch enthalten, fühlen sich Juden und Muslime "diskriminiert" und verlangen ein Verbot jener "rassistischen" Speisungen, das von einigen Stadtverwaltungen, u.a. der Pariser unter dem marxistischen Bürgermeister Delanoë - einem schwulen Juden aus Tunesien - auch verhängt wird. In Paris und Straßburg knüppelt die Polizei Menschen, die solche nicht-koscheren Armenspeisungen vornehmen - und darob von der jüdischen Presse als "rechtsextrem" diffamiert werden - zusammen, wobei sich der Polizeipräfekt von Paris - ein Jude namens Pierre Mutz - besonders hervor tut. Frankreich wird - wie andere europäische Staaten auch - allmählich zwischen jüdischen und muslimischen Lobbyistengruppen zerrissen.


2007
22. Januar: "Pierre" stirbt in Paris an Lungenentzündung. Das politische Establishment, das sich gerade im Präsidentschafts-Wahlkampf befindet, vergießt einige lauwarme Krokodilstränen; aber nur der korrupte Ex-Präsident Giscard-d'Estaing ("Diamanten-Vally") fordert "nationale Trauerfeierlichkeiten", die indes nicht statt finden. "Pierre" bleibt es erspart, die Wahl des Gaullisten Nicolas Sarkozy - einem heterosexuellen Juden aus Ungarn - zum neuen Präsidenten von Frankreich mitzuerleben, dessen zweite Amtshandlung (nach Verdoppelung seiner Amtsbezüge) darin besteht, seine christlichen Untertanen vor weiteren "Diskriminierungen" ihrer braven muslimischen Mitbürger zu warnen (die er selber vor der Wahl noch als Abschaum" bezeichnet hatte, mit dem er aufzuräumen versprach). "Pierre" hat also frühzeitig Gelegenheit, sich im Grabe umzudrehen.


*Garaudy hatte das politische Klima in Frankreich verkannt. Zwar ist es inzwischen - auch in anderen Staaten - üblich geworden, zwischen "bösen" Juden (den "Zionisten", die in Israel leben) und "guten" Juden (denen, die außerhalb Israels leben und sich z.T. selber als "Anti-Zionisten" gerieren) zu unterscheiden, und Kritik an der Politik Israels, insbesondere gegenüber den Palästinensern, ist zulässig und sogar erwünscht. Aber den "Holocaust" und die "Wiedergutmachungs"-Zahlungen der BRD als raison d'être des Staates Israel zu bezeichnen und in diesem Zusammenhang von einem "Mythos" zu sprechen, ist immer noch tabu - und strafbar. (Dies in beiderseitiger Verkennung der Tatsache, daß auch "Mythen" auf wahren Begebenheiten beruhen können. So würde Dikigoros die Lebensgeschichte des "Abbé Pierre" - und anderer moderner "Heiliger" - durchaus als "Mythos" bezeichnen.) Auf welch gefährliches Terrain man sich dabei begibt, mußte im Januar 2009 sogar der Papst erfahren, als er, um ein Zeichen der Versöhnung mit der Pius-Bruderschaft zu setzen, der Aufhebung der Exkommunikation von vier suspendierten Anhängern des 1991 verstorbenen französischen Erzbischofs Marcel Lefebvre durch die Bischofskongretation zustimmte. Da einer davon der britische Bischof Richard Williamson war, forderten die gleichgeschalteten Medien auf jüdischen Druck den Rücktritt des Papstes, unter der wahrheitswidrigen Behauptung, dieser habe einen "Holocaust"-Leugner "rehabiliert". Tatsächlich hatte Williamson weder den "Holocaust" geleugnet - sondern lediglich die "symbolische Zahl" von "6 Millionen" und die Tötungsmethoden angezweifelt -, noch war er "rehabilitiert" worden; seine Suspendierung blieb vielmehr aufrecht erhalten; lediglich seine Exkommunikation wurde aufgehoben. Da in solchen Dingen der Wahrheitsbeweis jedoch - zumindest vor Gerichten der BRDDR - in solchen Fällen nicht zulässig ist, leitete die Staatsanwaltschaft Regensburg sogleich ein Ermittlungsverfahren wegen "Holocaustleugnung" ein.


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